Diese 8 Änderungen in 2016 sollte jeder Handwerker kennen

Das Jahr 2016 hält für Handwerksbetriebe, aber auch für deren Kunden einige Neuerungen bereit. Dies betrifft vor allem den Bereich der Energieeffizienz, aber auch unterschiedliche Gewerke. Einen Überblick der für das Handwerk in 2016 wichtigen Änderungen – teilweise mit weiterführenden Links – gibt dieses Beitrag.

Handwerker am Telefon

Änderungen 2016: Handwerker, die über wichtige Änderungen in 2016 informiert sind, können mit gutem Gewissen in das neue Jahr wechseln.

Wir von HANDWERKER-TK, als deutschlandweit tätiger Dienstleister für Vertrieb und Support der Handwerkersoftware TopKontor Handwerk, wissen wie kaum ein Anderer um die Fragen, Wünsche, Vorstellungen und oft auch um Ängste von selbstständigen Handwerkern und Handwerksbetrieben. „Was wurde denn jetzt schon wieder für ein Gesetz beschlossen?“, „Welche Informationen muss nach dem neuen Gesetz eine rechtskonforme Rechnung enthalten?“, „Wie vermeide ich Abmahnungen?“, um nur einige Fragen zu nennen. Nachfolgend haben wir einmal 8 wichtige Änderungen in 2016 aufgeführt, die sowohl für Handwerker und Handwerksbetriebe interessant sein können als auch für deren Kunden.

1. Änderungen im Bereich der Energieeinsparverordnung (EnEV)

Zum 01. Januar 2016 tritt die nächste Stufe der EnEV in Kraft. Bei Neubauten muss auf eine bessere Dämmung und einen niedrigeren Primärenergiebedarf der verwendeten Anlagentechnik geachtet werden. Der Energiebedarf für Heizungsanlagen, Warmwasser und Lüftung muss 25 Prozent niedriger ausfallen als nach den bis zum 31.12.2015 geltenden Vorgaben. Die Wärmedämmung des Gebäudes muss um 20 Prozent verbessert werden. Voraussetzung ist, dass der Bauantrag bzw. die Bauanzeige ab dem 01. Januar 2016 eingereicht bzw. gestellt wird. Ist ein solcher Antrag oder eine Anzeige nicht notwendig, ist das Datum des Ausführungsbeginns maßgebend.

2. KfW-Bank erweitert Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“

Mit Wirkung zum 01. Januar 2016 erweitert die KfW das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“. Planen Bauherren einen Austausch der alten Heizungsanlage oder den Einbau einer Lüftungsanlage, können sie von der Förderung profitieren. Beachtet werden muss, dass mit der Realisierung der Maßnahmen bereits zum 01. Januar begonnen, aber die Anträge zur Finanzierung über einen Finanzierungspartner erst ab dem 01. April 2016 bei der KfW eingereicht werden können.

Der Förderhöchstbetrag liegt bei 100.000 Euro pro Wohneinheit. Kreditnehmer können einen Tilgungszuschuss in Höhe von 15 Prozent der anrechnungsfähigen Kosten, maximal allerdings 7.500 Euro erhalten. Einzelmaßnahmen werden mit 10 Prozent des förderfähigen Betrages, maximal 5.000 Euro gefördert. Weitere Informationen, auch zu anderen Kreditprogrammen, finden Sie auf der Webseite der KfW.

3. Fördergelder für Heizungscheck

SHK Unternehmen und Schornsteinfeger sind dazu angehalten, ältere Heizungsanlagen, die vor 1987 installiert wurden, zu kontrollieren und mit einem Altanlagenlabel zu versehen. Dies kann beispielsweise bei Wartungsarbeiten erfolgen. Hausbesitzern soll so verdeutlicht werden, dass die Anlage zwar noch Wärme erzeugt, aber ineffizient arbeitet und deshalb ein Austausch der Anlage angeraten sei. Die Durchführung des Heizungschecks wird wahrscheinlich mit bis zu 80 Euro bezuschusst. Die erfassten Daten sollen mitsamt Unterschrift des Kunden online an das Bafa übermittelt werden. Damit eine Datenübertragung ermöglicht wird, muss der Fachhandwerker eine entsprechende Qualifikation nachweisen, auf deren Grundlage er dann eine Kennziffer zur Datenübertragung erhält. Fachhandwerker, die vor Jahren an der Schulung zum Heizungs-Check 1.0 teilgenommen hatten, müssen an einer Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen. Nach erfolgreich bestandenem Abschlusstest erhält er dann die Autorisierung für den Heizungs-Check 2.0.

Fachbetriebe, die erstmalig an den Heizungs-Checks teilnehmen wollen, erhalten von ihren Landesverbänden ein entsprechendes Angebot. Der Check selbst ist übrigens für die Dauer von fünf Jahren angelegt.

4. KMU profitieren von Spitzenausgleich Effizienzsystemverordnung (SpaEfV)

KMU, die nur an einem Standort tätig sind, können nun einmal jährlich eine Dokumentenprüfung durchführen lassen, im Jahr darauf erfolgt die Vor-Ort-Prüfung. Ein ähnliches Verfahren können nun auch Unternehmen mit mehreren Standorten nutzen. Die Prüfungen werden dabei durch den TÜV Rheinland vorgenommen.

4 Weitere Änderungen in 2016

  • Ab dem 01. Januar 2016 gilt bundesweit eine neue Aufstiegsfortbildung zum „Verkaufsleiter für Lebensmitteltechnik“.
  • Mit Wirkung zum 01. Januar 2016 tritt auch die neue Meisterprüfungsverordnung für Schornsteinfeger in Kraft, die sich stärker auf die Bereiche Energie- und Ressourceneffizienz ausrichtet.
  • Die Deutsche Post ersetzt Infopost durch DIALOGPOST Sendungen. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der Deutschen Post AG.
  • Das Meister-BaföG steigt im Jahr 2016 auf 768 Euro, der Zuschussanteil beim Unterhaltsbetrag auf 47 Prozent, der Maßnahmenbeitrag für Lehrgangs- und Prüfungskosten von 10.226 auf dann 15.000 Euro.

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