Ausgaben für Innovationen im Bauhandwerk in den letzten 20 Jahren deutlich gesunken

Die Technologie schreitet voran doch Unternehmen aus dem Bauhandwerk reduzieren ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Wie passt das zusammen? Schuld daran haben keineswegs nur die Unternehmen, die Themen wie „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ zu verpassen scheinen. Die hauptsächlichen Gründe sind andere.

Baustelle mit Laptop

Wettbewerbsvorteile: Software-Unterstützung direkt auf der Baustelle.

Selbstverständlich halten fortschrittliche Technologien auch im Bauhandwerk Einzug. Zugleich setzen viele KMU auf bewährte Technik und lassen sich so einige Chancen entgehen. Die Ausgaben für Innovationen haben sich bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland in den letzten 20 Jahren nahezu halbiert. Diese Feststellungen beruhen auf einer Studie des „Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk„, welches an der Universität Göppingen angesiedelt ist, und der KfW Research.

Viele kleine Unternehmen investieren derzeit kaum noch in die Forschung und Entwicklung. Aber auch bei den KMU sanken die Ausgaben für Forschung und Entwicklung innerhalb von 20 Jahren um fast 50 Prozent. Der prozentuale Anteil der Unternehmen, die Investitionsausgaben tätigen, lag 1995 noch bei 42 Prozent, im Jahr 2013 bei nur noch 24 Prozent.

KMU-Innovationsförderung ist notwendig

Die Forscher sehen den hauptsächlichen Grund für die niedrigen Innovationsausgaben in den Finanzierungsbeschränkungen für KMU. Zugleich machten sie aber auch organisatorisch-personelle Defizite aus. Auch die administrativen Belastungen sorgen für geringere Investitionen. Daher erscheint eine breit angelegte KMU-Innovationsförderung notwendig um dadurch die Bereitschaft der Unternehmen zu stärken, selbst in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Bauhandwerk muss mit technologischen Veränderungen Schritt halten können

Neben der Finanzierung gibt es noch weitere Gründe, warum die Ausgaben für Innovationen so weit zurückgefahren wurden. So kann der Studie entnommen werden, dass KMU aus dem Handwerk durchaus auch Schwierigkeiten haben, sich den neuen Anforderungen bzw. technologischen Veränderungen schnell genug anzupassen. So müssen beispielsweise spezielle Lern- und Wissensbedingungen bedacht werden, die zugleich aber auch Innovationshemmnisse darstellen können.

Deshalb müssen die – teilweise neu zu schaffenden – Förderinstrumente so ausgestaltet werden, dass sie richtungsweisend einsetzbar sind. Berufsbildungsstätten, Kompetenzzentren der Handwerksorganisationen sowie die von den Handwerkskammern durchgeführten Innovations- und Technologieberatungen bieten hierzu hervorragende Möglichkeiten, die in vollem Umfang ausgeschöpft werden sollten.

Aber auch spezialisierte Dienstleister helfen bei der technologischen Aufrüstung von Unternehmen im Bauhandwerk. Ein Beispiel: Die YATEKO GmbH bietet eine kostenlose Live-Vorführung der Bauhandwerk-Software „TopKontor Handwerk“. Dazu können interessierte Unternehmen die spezialisierte Software 60-Tage als Vollversion kostenlos testen. Nach Ablauf der Testphase bestehen keine Verbindlichkeiten. Eine Chance, die immer mehr Bauhandwerksbetriebe wahrnehmen, um das eigene Unternehmen mit einer spezialiserten, modernen Bausoftware aufzurüsten.

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