SHK-Handwerk verzeichnete 2015 ein deutliches Umsatzplus

Das Jahr 2015 verlief für viele Unternehmen des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks sehr erfolgreich. Insgesamt konnte die Branche gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von knapp zwei Prozent verzeichnen. Vor allem zwei Bereiche ließen die Umsätze der SHK-Unternehmen steigen.

Während das Dachdeckerhandwerk 2015 einen leichten Rückgang verzeichnete, stieg ähnlich wie beim Malerhandwerk der Umsatz im SHK-Handwerk 2015 an. Insgesamt konnte die SHK-Branche für Sanitär-, Heizung- und Klimahandwerk gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von knapp zwei Prozent verzeichnen. Der Umsatz stieg gegenüber 2014 um 800 Millionen Euro auf 39,5 Milliarden Euro.

Altbaumodernisierung und Sanierung lassen den Umsatz ansteigen

Die Altbaumodernisierungen und die Sanierung von Bestandsimmobilien haben sich mit einem Anteil von 71,6 Prozent zum Hauptumsatzträger der SHK-Branche entwickelt. Auch für das Jahr 2016 wagt die Branche einen optimistischen Ausblick.

Im Jahr 2015 wurden jeweils eine halbe Million Bäder und Heizungsanlagen saniert. Auch beim altersgerechten Umbau von Bädern waren die Unternehmen aktiv eingebunden. Zugleich trugen sie auch zur energetischen Sanierung von Gebäuden bei. Hier erwarten sie auch im Jahr 2016 eine stabile Auftragslage, zumal zum 1. Januar 2016 die Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten ist.

Auch die geringen Energiepreise sowie die niedrigen Zinsen tragen dazu bei, dass Investitionen in Wohneigentum weiterhin attraktiv ist, so der Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima, Manfred Stather.

Waschbecken sanieren

Waschbecken, Badewanne, Dusche und weitere Aufgaben zur Sanierung der Badezimmer waren viel gefragte Leistungen in 2015.

Nachwuchsgewinnung gilt das verstärkte Augenmerk der SHK-Unternehmen

Obwohl die Beschäftigungszahlen geringfügig angewachsen sind – derzeit beschäftigen die Unternehmen etwa 1.700 Mitarbeiter – ist die Nachwuchsgewinnung weiterhin von enormer Wichtigkeit. Im Jahr 2015 haben 11.358 Jugendliche eine Lehre zum Anlagenmechaniker SHK begonnen. Hier liegen die Zahlen zwar auf dem Vorjahresniveau, haben aber durchaus noch Entwicklungspotenzial.

Auch deshalb startet der Zentralverband des SHK-Handwerks in diesem Frühjahr eine bundesweite Werbekampagne um SHK-Nachwuchs anzuwerben. Diese soll dafür sorgen, dass sich hauptsächlich junge Menschen für ein Schülerpraktikum entscheiden, das sie in einem örtlichen oder regionalen SHK-Fachbetrieb absolvieren können. Dadurch wird zugleich auch das technische Verständnis der jungen Leute verbessert. Die Schüler könnten neben einen Einblick in die alltägliche Arbeit der SHK-Fachleute auch einen Blick in die internen Betriebsabläufer werfen. Zum Beispiel die Arbeit mit einer Handwerkersoftware wie TopKontor Handwerk, die es den Betrieben erleichtert Aufträge an die Mitarbeiter zu senden, Rechnungen zu schreiben und den Kundenstamm zu pflegen.

Durch das Schülerpraktikum haben sie die Möglichkeit, in den Beruf hineinzuschnuppern, aber auch bereits erste Kontakte mit dem vielleicht zukünftigen Ausbildungsbetrieb zu knüpfen. Und die Betriebe lernen die potenziellen Bewerber schon früher kennen und können sich einen besseren und vor allem umfassenderen Eindruck verschaffen.

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