7 beachtenswerte Tipps für Chefs von Handwerksunternehmen

Chef im Handwerk

Ein guter Chef im Handwerksbetrieb packt gerne mit an und gibt sein Wissen an die Lehrlinge weiter.

Grundsätzlich kann man wohl sagen, die Mitarbeiter von Handwerksunternehmen sind mit ihrem Chef zufrieden. Greifbar. Locker. „Einer von uns“. Doch gerade die guten Chefs leisten weit mehr als soziale Fähigkeiten im Umgang mit Ihren Mitarbeitern und versuchen sich stets in allen Bereichen zu verbessern. Ob Familienfreundlichkeit, Anschaffung moderner Software um den Arbeitsalltag für die Mitarbeiter einfacher und für das Unternehmen effizienter zu gestalten oder andere Aufgabenfelder. Wir stellen Euch die 7 Tipps für Chefs von Handwerksunternehmen vor.

1 – Arbeitsverträge müssen in Schriftform abgeschlossen werden

Generell sollten Arbeitsverträge bereits vor Aufnahme der Tätigkeit in schriftlicher Form abgeschlossen werden. Bei einer anstehenden Versetzung oder Entlassung haben Mitarbeiter das Recht auf ein aussagefähiges Zeugnis. Dieses muss sowohl wohlwollende Formulierungen enthalten, aber auch die Realität widerspiegeln.

2 – Geplante Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter

Wer ausländische Mitarbeiter beschäftigen möchte, muss unter anderem darauf achten, dass diese eine Arbeitserlaubnis vorweisen können. Dies gilt aber nicht für Bürger der älteren EU-Staaten (wie beispielsweise die Niederlande, Italien, Griechenland, Spanien und Portugal). Staatsangehörige neuer EU-Staaten (z. B. Tschechien, Polen, Rumänien und Bulgarien) müssen eine Arbeitsberechtigung-EU vorlegen, die auch bei der örtlichen Arbeitsagentur beantragt werden kann. Soll eine Person aus einem Nicht-EU-Staat eingestellt werden, sollten Sie sich als Chef den Pass oder andere Ausweisdokumente vorlegen lassen. Hat sich ein Flüchtling in Ihrem Unternehmen beworben, können Sie diesem unter Umständen ein Praktikum anbieten. Hier sollten Sie aber erst entsprechende Genehmigungen einholen bzw. sich vorlegen lassen. Informationen dazu halten beispielsweise die örtlichen Arbeitsagenturen bereit.

3 – Wissenswertes zur Kündigung von Arbeitsverträgen

Unterlaufen einem Mitarbeiter regelmäßig mehr Fehler als seinen Kollegen, kann ihm laut Bundesarbeitsgericht die verhaltensbedingte Kündigung ausgesprochen werden. Wer unentschuldigt am Arbeitsplatz fehlt, riskiert aufgrund dieser Tatsache anfangs noch keine fristlose Kündigung. Zuerst muss er schriftlich zur Wiederaufnahme der Tätigkeit angemahnt werden. Die Zustellung dieses Schreibens sollte durch einen Boten erfolgen, der den Brief im Briefkasten der Person einwirft und die erfolgreiche Zustellung schriftlich vermerkt. Erst wenn am Folgetag der Arbeitnehmer wiederum nicht im Unternehmen erscheint und auch keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegt, kann die fristlose Kündigung ausgesprochen und wiederum durch den Boten zugestellt werden.

Für Unternehmen, die maximal 10 Mitarbeiter beschäftigen, gilt ein besonderer Kündigungsschutz. Hier müssen für Kündigungen in der Regel keine Gründe angegeben werden. Zugleich hat der Arbeitgeber aber die Pflicht, soziale Ermessensgrundlagen mit zu berücksichtigen.

4 – Wiedereingliederung im Beruf nach längerer Erkrankung

Ist einer Ihrer Angestellten mehr als sechs Wochen – sei es nun am Stück oder innerhalb eines Jahres – wegen einer Krankheit arbeitsunfähig, hat er danach das Recht, das „Betriebliche Eingliederungsmanagement“ (BEM) in Anspruch zu nehmen. Dies wurde bereits im Jahr 2004 gesetzlich festgelegt, ist allerdings bei vielen Handwerksunternehmen unbekannt. Dabei bietet das BEM auch Arbeitgebern einige Vorteile. So können sie betroffenen Mitarbeitern beispielsweise für einen gewissen Zeitraum eine Teilzeitbeschäftigung anbieten, um wieder in den Arbeitsablauf reinzukommen, verringern das erneute Krankheitsrisiko und erhalten zudem noch Zuschüsse durch die Krankenkassen.

5 – Familienfreundlichkeit des Unternehmens

Für immer mehr Mitarbeiter ist die Familienfreundlichkeit des Unternehmens ein wichtiges Auswahlkriterium. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, wenn Ihr Handwerksunternehmen entweder einen eigenen Betriebskindergarten betreibt oder sich hier mit weiteren Unternehmen zusammensetzt und einen gemeinsamen Kindergarten gründet, indem Kindergartenplätze für den Nachwuchs der Mitarbeiter zur Verfügung steht. Optimalerweise werden die Öffnungszeiten des Kindergartens so gelegt, dass sie mit den Arbeitszeiten der Mitarbeiter übereinstimmen.

Für Betriebskinderkrippen und -kindertagesstätten stellt das Bundesfamilienministerium Fördermittel zur Verfügung. Genauere Informationen dazu, wie Sie bei der Planung einer Kindertagesstätte vorgehen sollten, finden Sie im Online-Portal „Erfolgsfaktor Familie“, das vom Bundesfamilienministerium betrieben wird.

Chef erklärt etwas

Der sympathische Chef im Handwerksbetrieb trägt kein Blaumann und keine Krawatte. Er packt mit an, erklärt aber hört auch zu.

6 – Optimieren Sie die Büroarbeit

Viele Vermerke – beispielsweise über erbrachte Dienstleistungen – werden auch heute noch per Hand angefertigt. Erleichtern Sie Ihren Mitarbeitern die Arbeit und stellen ihnen dafür eine spezielle Software zur Verfügung. Empfehlenswert ist beispielsweise die Handwerkersoftware TopKontor Handwerk, die mit einer umfangreichen Grundversion ausgestattet ist und um verschiedene Module umfangreich ergänzt werden kann. Diese Software bietet beispielsweise die Möglichkeit, Nachkalkulationen direkt vor Ort – beispielsweise auf der Baustelle – vorzunehmen und die Daten auf elektronischem Weg an alle Beteiligten zu übermitteln.

Die Belegerfassung, die Projekt- und die Lagerverwaltung sind bereits in die Grundversion integriert. Mitarbeiter vor Ort können die TopApps von TopKontor Handwerk auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop abrufen und hier Ergänzungen oder Änderungen vornehmen, während die Angestellten im Büro, aber natürlich auch Sie als Chef, sofort Zugriff auf diese Informationen haben. Auch für folgende Projekte können die so – beispielsweise im Rahmen der Nachkalkulation – gewonnenen Daten von großem Interesse sein, ermöglichen sie doch unter Umständen eine noch genauere Planung.

Natürlich sollten Ihre Mitarbeiter für die Nutzung der Software geschult werden. Die dadurch entstehenden Kosten haben sich aber binnen kurzer Zeit amortisiert, können die Büroarbeiten jetzt doch wesentlich effizienter durchgeführt werden. Auch Nachbestellungen von benötigten Materialien können so möglichst zeitnah veranlasst werden. Wir, das ist die YATEKO GmbH, sind spezialisiert auf die Einführung von Handwerkersoftware im Unternehmen und beraten Sie gerne über Ihre individuellen Vorteile mit TopKontor Handwerk in Ihrem Betrieb. Eine kostenlose DEMO-Version können wir Ihnen ebenfalls zum Download anbieten (zur Demo).

Als Linktipps können wir Ihnen an der Stelle auch folgende Beitrage aus unserem Blog empfehlen:

7 – Abschaffung des Stundenzettels

In vielen Unternehmen werden immer noch Stundenzettel ausgefüllt. Dabei ist es wesentlich sinnvoller, auf eine mobile Zeiterfassung zu setzen. So haben nicht nur Sie, sondern auch Ihre Mitarbeiter einen genauen Überblick über die geleisteten Arbeitsstunden. Denn wer regelmäßig fünf oder zehn Minuten eher mit der Arbeit beginnt und bis zum vereinbarten Arbeitszeitende in der Firma verbleibt, kann sich so die eine oder andere Überstunde erarbeiten, die er später – natürlich nach Absprache – für private Zwecke nutzen kann. Durch mobile Zeiterfassungssysteme haben Sie als Unternehmen auch die Möglichkeit, allen Mitarbeitern – angefangen vom Meister bis hin zum Azubi – Stundenkostensätze zuzuordnen. Genauso können sogenannte Außer-Haus-Zeiten, zu denen beispielsweise der Urlaub, eine Krankschreibung oder die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen gehören, in das System eingepflegt werden. Besonders empfehlen können wir Ihnen hier das Modul von TopKontor Handwerk „Zeiterfassung“, welches als Ergänzung der bereits weiter oben erwähnten TopKontor Handwerk-Software angeboten wird.

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