Digitalisierung hat große Auswirkungen auf das Handwerk

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf das Handwerk? Unser Artikel zeigt am Beispiel der Elektriker, dass die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Handwerk groß sind und es die neuen Technologien den aufgeschlossenen Handwerksbetrieben interessante Wettbewerbsvorteile ermöglichen.

Wer vor 20 Jahren seine Ausbildung als Elektriker abgeschlossen und sich danach kaum weitergebildet hat, wird derzeit wohl nur noch als Hausmeister eine Beschäftigung finden. Gerade in den letzten 20 bis 30 Jahren kam es zu umfangreichen Neuentwicklungen im Bereich des Handwerks, dem vor allem die zunehmende Digitalisierung zu schaffen macht.

Elektriker in der Digitalisierung

Elektriker in Zeiten der Digitalisierung: Laptop, Smartphone und moderne Handwerkersoftware verändern die Arbeitsprozesse der Elektriker

Wer heutzutage als Elektriker tätig ist, muss sich beispielsweise mit der Installation eines Wetterfühlers auskennen und diese fachgerecht vornehmen. Nur so ist gewährleistet, dass Rollläden bei intensiver Sonneneinstrahlung geschlossen und damit die Wärmeeinstrahlung verringert wird. Das Verlegen von Stromleitungen macht aber immer noch etwa 80 Prozent der Arbeit eines Elektrikers aus, denn sämtliche technischen Anlagen benötigen für ihren Betrieb Energie.

Gebäudeautomatisation gibt es allerdings nicht erst seit Kurzem, sondern schon seit etwa 30 Jahren. Wurde diese damals für die Industrie entwickelt, kommt dieses Verfahren jetzt immer stärker auch in privaten Haushalten zum Zuge. Das Smart Home soll zwar selbstständig arbeiten, diese Technik muss jedoch erst einmal installiert und später auch gewartet bzw. instand gesetzt werden. Auch diese Arbeiten gehören zum Tätigkeitsgebiet eines Elektrikers.

Mancher Handwerker schreckt vor Digitalisierung zurück

Gerade Meister, die ihr Unternehmen in den 1980er oder 1990er Jahren aufgebaut haben, scheuen sich vor der neuen Technik. Zumindest teilweise entscheiden sie sich dann aber doch dafür, diese in ihr Unternehmensportfolio mit aufzunehmen. Dies hängt sicher auch damit zusammen, dass sie ihr Unternehmen später einmal verkaufen oder an die nächste Generation vererben möchten und es deshalb auch vom Kundenstamm interessant sein muss. Auch ein Grund dafür, warum einer Umfrage zufolge immer mehr Handwerker die Digitalisierung für sich nutzen.

Während Elektrounternehmen, die in ländlichen Regionen aktiv sind, sich eher als Mobile Generalisten verstehen sollten – also sämtliche Dienstleistungen anbieten müssen –, können sich in Städten angesiedelte Elektrounternehmen spezialisieren und hierin ihre Chance suchen. Um aber immer auf dem neuesten technischen Stand zu bleiben, ist die regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen unabdingbar. Und zur Konkurrenzfähigkeit gehört es heute auch die internen Unternehmensprozesse zu optimieren (Kundenverwaltung, Rechnungswesen, Mitarbeiterverwerwaltung, Lagerhaltung, usw.) für das eine Handwerkersoftware hilfreich sein kann. Als Beispiel sei hier TopKontor Handwerk zu nennen, das bereits von über 13.000 Handwerksbetrieben in Deutschland eingesetzt wird.

Nicht unerwähnt bleiben soll zuletzt auch, dass Elektro- und Gebäudetechniker zu den gefragtesten Ausbildungsberufen gehören und mittlerweile die Automechaniker und Mechatroniker an der Spitzenposition abgelöst haben.

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