Wie das Handwerk mit Hilfe der Digitalisierung schneller Lehrlinge gewinnt

Das Handwerk setzt immer häufiger auf Werkzeuge der Digitalisierung um Lehrlinge und Fachkräfte zu gewinnen. Die Zahlen sprechen für sich, wie unser Beitrag über die Suche nach Lehrlingen für das Handwerk mit Hilfe digitaler Wege zeigt.

Zur Zeit verzeichnen Handwerksbetriebe einen Run auf ihre im Internet veröffentlichten Informationsangebote und werben auf verschiedenen Plattformen sehr erfolgreich um neue Auszubildende. Die Digitalisierung hilft Handwerksbetrieben bei der Suche nach Lehrlingen und Fachkräften.

Ein Beispiel dafür, wie große Portale um Lehrlinge werben, stellt die Handwerker App Lehrstellenradar dar. Die App wurde im Jahr 2015 fünfmal so oft aufgerufen wie 2014. Laut Information des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) gab es zu Spitzenzeiten bis zu 90.000 Suchanfragen monatlich. Lehrlinge für das Handwerk also suchen nicht mehr nur über Online-Portale nach einer passenden Lehrstelle sondern immer häufiger auch über Smartphone Apps.

Lehrling am PC

Zukünftige Lehrlinge nutzen die Möglichkeiten des Internets um in Online-Portalen oder über Apps auf ihrem Smartphone einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden.

Ein zweites Beispiel: Die Webseite Handwerk.de verzeichnete von Januar bis September 2015 eine Verdoppelung der Besucherzahlen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Bis zum Ende des Jahres werden hier 1,5 Millionen Aufrufe erwartet. Auch unsere Website HANDWERKER-TK verzeichnet zunehmend Zugriffe von Personen, die sich auf der Online-Suche nach einer Lehrstelle im Handwerk befinden.

Hauptsächlich werden Informationen zu einzelnen Ausbildungsberufen und möglichen Karrierewegen gesucht. Die Facebook-Seite von Handwerk.de hat mittlerweile nach neunmonatiger Laufzeit mehr als 30.000 Follower, wovon etwa 90 Prozent 13 bis 24 Jahre alt sind und somit genau der gewünschten Zielgruppe – angehenden Auszubildenden, Studenten und Praktikanten, entsprechen.

Anzahl abgeschlossener Ausbildungsverträge erfuhr 2015 eine leichte Steigerung

Die Offensive des ZDH, zum Thema „Digitalisierung im Handwerk“ scheint sich auszuzahlen, denn die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge hat 2015 wieder leicht zugenommen. Zum 30. September wurden im Bereich des Handwerks knapp 130.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 1,1 Prozent. In den neuen Bundesländern stieg die Anzahl der Ausbildungsverträge sogar um 3,7 Prozent, in den alten Bundesländern um 0,7 Prozent.

Natürlich haben auch die Bemühungen um schwächere Schulabgänger sowie um Abiturienten und Studienabbrecher zur Erhöhung der Anzahl an Ausbildungsverträgen beigetragen. Trotz der eingeleiteten Maßnahmen, unter anderem der stärkeren digitalen Werbung, konnten längst nicht alle freien Lehrstellen besetzt werden. Für 17.000 Lehrstellen fanden sich keine Interessenten respektive keine geeigneten Bewerber.

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