Umfrage: Immer mehr Handwerker nutzen die Digitalisierung

Einer Umfrage der Handwerkskammer zu Münster zufolge sind über 60 Prozent der Handwerksunternehmen bereits digital unterwegs und planen eine Ausweitung ihrer digitalen Aktivitäten. Aber nicht nur eigene Website und Facebook-Profil werden zunehmend genutzt, sondern auch Technologien für interne Angelegenheiten gewinnen im Handwerk zunehmend an Bedeutung.

Immer mehr Handwerksunternehmen entscheiden sich dafür, auch digital aktiv zu werden. Einer gerade veröffentlichen Umfrage der Handwerkskammer zu Münster zufolge geben 63 Prozent aller 102 befragten Handwerksunternehmen aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region an, dass sie die Einführung oder gar die Ausweitung ihrer digitalen Aktivitäten planen.

Welche Bedeutung zum Beispiel einer eigenen Homepage zukommt, haben die meisten Handwerksunternehmen ebenfalls erkannt. So betreiben bereits 89 Prozent der befragten Handwerksbetriebe eine eigene Webseite. In den Sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook und Twitter sind 33 Prozent mit einem eigenen Profil vertreten.

Handwerker mit Tablet

Für viele Handwerker unverzichtbar. Die Unterstützung mobiler Geräte zur Effizienzverbesserung der täglichen Arbeit. Apps ermöglichen zusätzliche Unterstützung.

Neben den Unternehmensprofilen bieten auch immer mehr Portale in den sozialen Netzwerken für Handwerker die Möglichkeit, sich über aktuelle Themen zu informieren. So auch HANDWERKER-TK, die Informationsportal zur Handwerkersoftware TopKontor Handwerk mit aktuellen Beiträgen zur Digitalisierung im Handwerk. Der Facebook-Fanpage von HANDWERKER-TK kann hier gefolgt werden.

Nicht nur für die Kommunikation mit den Kunden, sondern auch intern werden digitale Technologien immer stärker genutzt. So nutzen 59 Prozent der befragten Handwerksbetriebe mobile Informations- und Kommunikationsmittel. Diese lassen sich unter anderem für die Arbeitszeiterfassung und für Verwaltungsarbeiten nutzen. Ungefähr ein Drittel der Handwerksbetriebe nutzt die digitalen Prozesse im Rahmen der Produktion. So können beispielsweise die Konstruktion und die Produktion vernetzt werden, aber auch Produktionsmaschinen untereinander.

Die Handwerkskammer befragte die Unternehmen auch darüber, ob die Geschwindigkeit des Internets für ihr Unternehmen ausreiche. Diese Frage beantworteten 63 Prozent mit „Ja“, mit „Nein“ antworteten 37 Prozent. Der Präsident der Handwerkskammer zu Münster, Hans Hund, geht allerdings davon aus, dass im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitsprozesse schnelleres Internet in immer stärkerem Maße gebraucht und eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur zwingend notwendig wird. Nur dann ist gewährleistet, dass gerade in ländlichen Regionen wie dem Münsterland Handwerksunternehmen die Möglichkeiten der Digitalisierung in vollem Umfang ausschöpfen können.

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