HWWI sieht einer Studie zufolge günstige Voraussetzungen für Industrie 4.0

Ein Großteil der Hamburger Unternehmen geht davon aus, dass die Digitalisierung in Zukunft einen noch größeren Einfluss auf die Geschäfts-, Arbeits- und Produktionsprozesse in Unternehmen nehmen wird. Die befragten Handwerksunternehmen aus Hamburg sehen Unternehmen, die sich dem Thema Industrie 4.0 und Digitalisierung auseinandersetzen, in Zukunft klar im Vorteil.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Digitalisierung in der Fertigung verspricht Vorteile für Unternehmen.

Einer erst kürzlich veröffentlichten Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) zufolge, welches von der Handelskammer Hamburg in Auftrag gegeben wurde, liegt das zu erwartende Wertschöpfungspotenzial für die Freie und Hansestadt Hamburg durch Industrie 4.0 für den Zeitraum bis 2025 bei bis zu 1,3 Milliarden Euro pro Jahr.

Insgesamt 91 Prozent der befragten Hamburger Unternehmen verzeichnen einen großen Einfluss der Digitalisierung durch die Industrie 4.0 auf ihre Geschäfts-, Arbeits- und vor allem Produktionsprozesse. Bei der Umfrage wurden Mitarbeiter von mehr als 2.000 Firmen um eine generelle Einschätzung von Industrie 4.0 und deren Auswirkungen auf das eigene Unternehmen gebeten. Die meisten Befragten gehen davon aus, dass digitalen Prozessen in Zukunft eine noch größere Bedeutung zukommen wird.

Positive als auch negative Erwartungen für unterschiedliche Bereiche

Im Bereich des Absatzes verbinden deutlich mehr Unternehmen positive als negative Erwartungen, das Verhältnis liegt hier bei 40 zu 7 Prozent. Zugleich rechnen 33 Prozent der Befragten mit negativen Beschäftigungseffekten, positiv sind hier 19 Prozent gestimmt. Zugleich stellten 90 Prozent der befragten Unternehmen eine Erhöhung des Informationsbedarfs fest, Eine Erhöhung des Weiterbildungsaufwandes erwähnten 80 Prozent. Laut Angaben des HWWI könne bis zum Jahr 2025 das durchschnittliche jährliche Wertschöpfungspotenzial in der Hansestadt allein durch Industrie 4.0 bis zu 1,3 Milliarden Euro betragen.

Die Studie zeigt sowohl Chancen als auch Herausforderungen, die die Digitalisierung mitbringt, auf. Wer allerdings „nicht die Voraussetzungen geschaffen hat, um an der digitalen Transformation teilzunehmen, wird ausgetauscht werden,“ so Henning Vöpel, Chef des HWWI. Eine solche Revolution lasse sich kaum durch eine partielle Anpassung realisieren. Deshalb ist eine Investitionsstrategie unabdingbar. Unternehmen sollten auf eine ökonomische, technische und rechtliche Begleitung des Unternehmens setzen.

Hamburg bietet günstige strukturelle Voraussetzungen

Hamburg biete günstige strukturelle Voraussetzungen für die fortschreitende Digitalisierung, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Vielerorts erfolgt eine Spezialisierung auf wissensintensive Industrien sowie Dienstleistungen. Weitere wichtige Faktoren sind das hohe Qualifikationsniveau der Mitarbeiter und die durchaus als günstig anzusehende demografische Entwicklung der Stadt.

Begünstigend wirkt sich auch die bereits vorhandene starke Verflechtung von Industrie und Dienstleistungsgewerbe sowie Handwerksunternehmen auf die digitale Vernetzung aus. Für hybride Geschäftsmodelle und industriebezogene Dienstleistungen stelle dies eine gute Basis dar.

Was ist unter dem Begriff Industrie 4.0 zu verstehen?

Der Begriff Industrie 4.0 steht für die Vernetzung von Fertigungsprozessen. Hier werden Maschinen mit der digitalen Sphäre verbunden und können innerhalb des Systems autonom interagieren. Industrie 4.0 beruht auf unterschiedlichen Technologien, zu dem das Internet der Dinge, die digitale Intelligenz, Cloud Computing und Robotik gehören. Ihr Einsatz kann eine Grundlage für neue Produkte, Geschäftsmodelle und Dienstleistungen bilden.

Im Gegensatz dazu umfasst der Begriff Digitalisierung das Speichern und Abbilden analoger Informationen auf einem digitalen Speichermedium, wie der Festplatte eines Computers oder auf einem Cloud-Server. Grundsätzlich kann die Digitalisierung in deutschen Handwerksunternehmen schon als fortgeschritten bezeichnet werden, betrachtet man den Aspekt, dass allein schon mehr als 13.000 Handwerksunternehmen in Deutschland die Handwerkersoftware TopKontor Handwerk nutzen, um sich bei alltäglichen Arbeitsprozessen mit Hilfe von passender Software unterstützen zu lassen.

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